14.04.2003   Swamp-Tour
  An diesem Morgen wurden wir nach dem Frühstück von einem kleinen Bus abgeholt und in die "Swamps" gefahren. Unsere resolute Busfahrerin brachte uns rasch außerhalb von New Orleans. Ihr kleiner Bus war so stark klimatisiert, das alle Fahrgäste fröstelten. Wir waren wirklich froh als wir nach ca 40 Minuten aussteigen durften!
Ein kleines "Welcome-Center" mit Imbiß-Bude war der Startpunkt. Hier sollte nun unser Swamp-Tour durch die "Bataria-Swamps" beginnen!
Wir hatten das Frühlings-Angebot der Lousiana Swamp Tour genommen, bei dem ein 15minütiger Airboat-Ride dabei war.
  am Welcome-Center
  Auf diese Fahrt mit den lauten, schnellen Airboats waren wir schon sehr gespannt!

(Bilder zum Vergrößern Anklicken)



  noch ist alles langsam Unser Boot-Führer Airboat in voller Fahrt
  Und es war wirklich ein Erlebnis!
Wir setzten die Ohrschützer auf, schnallten uns an, und los ging es! Erst langsam.. aber dann raste er in hohem Tempo durch die Wasserläufe. Kurz vor dem Land bremste er aprupt ab, das Boot stellte sich kurz hoch, Wasser schwappte hinein, das Boot plumpste mit einem harten Schlag ins Wasser zurück und dann ging der heiße Ritt weiter. Über eine kleine Landzunge sprang er mit dem Boot drüber! Ich kam mir vor wie in einem James-Bond-Film!!
Leider war es nach einer Viertelstunde vorbei und wir stiegen in das gemütliche, große Boot um.
  Wir legten ab und unser Boot-Führer erzählte viel über die Swamps und die Alligatore. Er hatte auch verschiedene Alligatorköpfe dabei..

In dem Boot hatten ca 60 Leute bequem Platz. Bei Vollgas kamen wir auch recht gut vorwärts...

  die Anlegestelle der Boote unser Bootführer wir brausen durch die Swamps
  Zuerst kamen wir an einem der hier typischen Friedhöfe vorbei.
Dann an mehreren kleinen Ansiedlungen. Hier wohnen einige Leute, die hauptsächlich vom Fischfang leben.
  der Friedhof   Ansiedlung mit "Liebherr"-Schild..
  Dann tauchten wir langsam in die bizarre Welt der Swamps ein...
Durch die grauen Bromelien an den Bäumen sah das Ufer fast gruselig aus!

Auf einem dicke Ast saßen Wasserschildkröten in der Sonne..


  bizarre Landschaft diese Bromelien nennt man auch Lousiana-Moos Wasserschildkröten sonnen sich hier
  Wir tuckerten langsam durch die Wasserläufe, fasziniert von der seltsamen Umgebung. Immer wieder hielten wir Ausschau nach dem "King of the Swamp", dem Alligator.
Und tatsächlich! In einer etwas breiteren Bucht war eine Bewegung im Wasser zu sehen! Unser Bootführer lockte nun mit lauten Rufen und Marshmallows (!!) den Alligator an. Irgendwie mögen die wohl diese zuckrige Masse!

  Der Alligator näherte sich einer schnell dem Boot und verschlang das süße Häppchen!

Hier gibt es ein besseres Futter! Der Alligator reckt sich aus dem Wasser...


  ein Alligator schwimmt auf das Boot zu ein Marshmallow .. mmmh... gut!! aber Hähnchenteile sind besser!
 

Der Bootführer hatte noch eine Überraschung für uns parat.
Er hatte einen jungen Alligator mit an Bord. Diesen etwa 6 Monate alten "Elvis" durfte jeder einmal in der Hand halten.
Jenny war von ihm ganz angetan und hätte ihn am liebsten mit nach Hause genommen!

Der kleine Elvis guckt ängstlich mit seinen großen Augen herum!

  Jenny und Elvis der 6 Monate alte Elvis
  Die Wasserläufe wurden immer enger. Wir konnten nun die Bromelien direkt berühren und anschauen. Sie erinnern irgendwie an "graue Haare".
Wir entdeckten noch einen Biber und eine Wasserschlange.
  fast wie im Dschungel   auch Palmen wachsen wild am Ufer
  Auf einmal trafen wir wieder auf eine breitere Wasserstraße, und wir erreichten bald wieder unseren Ausgangspunkt. Es war ein besonderes Erlebnis, erst der Airboat-Ride, dann die Fahrt durch die Sümpfe.
Wir können diese Tour nur weiterempfehlen!

Der kleine Bus brachte uns wieder zurück nach New Orleans, und wir konnten in der Stadtmitte aussteigen. Wir wollten noch das Shoppingcenter "Riverwalk Marketplace" besuchen. Viele kleine Geschäfte und Boutiquen luden zum Bummeln ein. Aber wir hatten erstmal eine Stärkung nötig, und hier hatten wir eine große Auswahl verschiedener Warmtheken! Wir setzten uns zum Essen auf die Terrasse über dem Mississippi und schauten den Möwen und dem Steamboat "Natchez" zu.

  Die Möwen waren ganz gierig auf unser Essen!

Der Schaufelraddampfer drehte vor der Brücke wieder um.
  Möwen am Mississippi   Steamboat "Natchez"
  Nach dieser Pause marschierten wir noch einmal auf der Uferpromenade entlang, Richtung French Market. Jenny wollte dort auf dem Flohmarkt ein bisschen herumstöbern, und wir wollten das berühmte "Cafe du Monde" besuchen.
Als ich das Café betrat, dachte ich zuerst "es hat geschneit"! Dann sah ich woher der weiße Belag auf dem Boden stammte. Die Beignets (so eine Art Krapfen) waren sehr dick mit Puderzucker bestäubt und bei jedem Windstoß flog etwas Puderzucker auf den Boden. Das Cafe selber ist sehr groß, es wimmelte nur so von Kellnern! Aber es war auch gut besucht, kein Wunder, denn diese Beignets schmeckten köstlich!
Nachdem Jenny ganz glücklich mit einem paar neuen Schuhen zurück kam, machten wir uns langsam auf den Weg zurück ins Hotel. Am nächsten Tag wollten wir New Orleans verlassen und die Strände an der Golfküste aufsuchen. Diesen Abend verbrachten wir nur im Hotel.

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