25.04.2003   Atlanta - Heimflug
  Unser erster Blick galt an diesem Morgen dem Wetter. Aber alles war bestens. Keine dunklen Wolken waren am Himmel zu sehen. Dafür war auf der Straße vor dem Hotel eine riesige Menschenmenge unterwegs. Ganze Familien befanden sich hier auf Wanderschaft. Sie liefen nicht allzu schnell am Hotel vorbei. Sogar noch während dem Frühstück, das wir im Hotel-Restaurant einnahmen, wälzte sich die bunte Menschenmenge am Hotel vorbei.
Wir packten zum letzten Mal unsere Koffer und verstauten alles im Auto. Nun hatten wir noch etwas Zeit bevor wir zum Flughafen fahren mußten. Da es wieder gutes Wetter war, wollten wir uns noch eine Stunde in den Centennial-Park setzen. Wir waren sehr überrascht als wir am Park ankamen. Hier war das Ziel, wo die vielen Leuten nach ihrem Fußmarsch durch Atlanta ankamen! Jeder der die Ziellinie überquerte, wurde beklatscht und bekam einen Becher Wasser. Auch wir wurden freudig begrüßt und beklatscht...

Wir hatten zwar keine Ahnung für welchen guten Zweck wir nun "mitmarschiert" waren, aber wir lächelten zurück. Nun wuselte es im Centennial-Park. Es waren einige Stationen für Kinder aufgebaut, wo es Spiele und Unterhaltung gab. Wir plauderten eine ganze Weile mit einem Jongleur. Er erzählte uns auch, was dieser Stadtlauf für eine Bedeutung hatte. Der Marsch war eine Demonstration für den Schutz des ungeborenen Kindes. Außerdem war hier im Park immer am letzten Samstag im Monat Familientag.

Langsam wurde es Zeit für uns an den Flughafen zu fahren. Wir erreichten den riesigen Flughafen ohne Probleme. Hier mußten wir uns trennen, denn Richy hatte einen anderen Flug als Jenny und ich. Wir beide checkten ohne große Probleme ein.und hatten nun noch reichlich Zeit. So konnten wir noch Briefmarken für Jenny's Karten kaufen und einen Happen essen. Leider war auf dem ganzen Gate kein Briefkasten zu finden. Da mußten die Postkarten eben bis Chicago warten, vielleicht fanden wir hier eine "Letter-Box".

Der 2-stündige Flug nach Chicago verlief sehr ruhig. Neben uns saß ein junger Mann, der die ganze Zeit viele Briefbögen voll schrieb. In seinen Texten tauchte sehr oft das Wort "Jesus" auf.
"Der schreibt bestimmt eine Predigt", flüsterte mir Jenny zu. Da hatten wir beide Mitleid mit den Zuhörern.. diese vielen Seiten!

  Vor Chicago überflogen wir ein riesiges Farmgelände. Es waren große Ackerflächen mit den dünnen Strichen der Straßen zu sehen, und ab und zu tauchte mal ein einsames Gebäude auf. Hier wollten wir nicht wohnen!

Dann überflogen wir wieder lange den riesigen "Lake Michigan", bis dann endlich unter uns die imposante Skyline von Chicago auftauchte.

Chicago
    Skyline Chicago
  Wir kamen am gleichen Gate an, an dem dann auch unser Flug nach Frankfurt ging. Auf der Suche nach einem Briefkasten wurden wir auch fündig. Nun war alles erledigt und die letzte Etappe begann. Der Flug nach Frankfurt!
Wir hatten wieder 2 Plätze nebeneinander. Der Flug war etwas holperig. Immer wieder schüttelten kleine Turbulenzen den Flieger durch. Zur Unterhaltung kam der neueste James Bond Film. Aber das war eine eher harmlose Version, denn im Original-Film gibt es eine ganz lange Szene, in der ein Flugzeug langsam brennend abstürzt...

Wir konnten beide weder schlafen, noch konnten wir lange still sitzen... Gottseidank landeten wir pünktlich in Frankfurt. Unsere Koffer waren auch beide wohlbehalten da und so marschierten wir recht flott zum Bahnhof. Ich hatte schon vorher den Fahrplan ausgedruckt und wußte, das in Kürze ein ICE direkt nach Ulm ankommen sollte. Wir nahmen uns nicht mal die Zeit ein schönes deutsches Brötchen auf dem Bahnhof zu kaufen, weil wir nicht wußten wie weit entfernt das Gleis war.
Als wir am Gleis angelangten, kam aber auch schon nach wenigen Minuten der Zug.

Müde wie wir waren, krabbelten wir mit den schweren Koffern hinein. Dann verursachte ich erst einmal einen Stau, überall waren Leute.. und ich wußte nicht wohin mit den Gepäckstücken. Ein netter junger Mann vom Sitz gegenüber erbarmte sich dann und hiefte unser Koffer in die Gepäckablage. Und wieder saßen wir ... aber hier waren die Sitze bequemer.
Als der Zug-Service kam, kaufte ich mir erstmal ein belegtes Baguette und einen deutschen Kaffee. Es schmeckte beides köstlich!
Die Vegetation hatte sich in diesen 2 Wochen auch stark verändert. Auch hier in Deutschland blühte es nun überall!
Wir erreichten pünktlich Ulm und der nette junge Mann, durfte unsere Koffer wieder aus der Gepäckablage holen.

Richy war inzwischen auch schon gelandet und bereits zuhause. Er erwartete uns nun schon auf dem Bahnhof. Nun hatte uns Deutschland wieder... und wir feierten unsere glückliche Heimkehr gleich auf dem Bahnhof mit einem warmen Leberkäse-Semmel.
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