24.04.2003   Atlanta
  Es regnete die ganze Nacht durch. Am nächsten Morgen sahen wir, das der Swimmingpool des Motels fast überlief. Wir waren etwas spät dran und erwischten grade noch Reste des recht kargen Frühstücks. Das Wasser tropfte im Frühstücksraum von der Decke in bereitgestellte Eimer! Das Motel hier war wirklich nicht empfehlenswert!!
  Wir packten unser Sachen und machten uns auf den Weg nach Atlanta. Unterwegs wunderte ich mich immer mehr, das die in der Karte eingezeichnetet Interstate nicht mindestens 4spurig war, und wir durch kleine Orte durchfahren mußten.
Dann bemerkte ich, das die Interstate und der Highway die gleichen Straßennummern hatten, und wir irgendwo falsch abgebogen waren. Nun fuhren wir auf einer Nebenstrecke nach Atlanta! Aber die Fahrt war hier recht nett, durch Wälder und Erdnußfelder, vorbei an kleinen Farmen und immer bergauf, bergab.. und geradeaus.
      immer gradeaus.. rauf und runter..
  Das Days Inn in der direkten Nähe zu Downtown Atlanta war unser Ziel. Hier hatten wir schon einmal ein paar Tage gewohnt. Die "Peachtree Street" mit ihren tollen Hochhäusern und Geschäften war hier nur einen Katzensprung entfernt. Auch zum "Centennial Park" waren es nur wenige Schritte.
Wir hatten Glück und bekamen ein Zimmer. Außerdem waren wir angenehm überrascht, direkt im Erdgeschoß war ein neues Restaurant zum Frühstücken. Hier gab es früher nur ein "Wendys" Schnellimbiß.
      Das Days Inn in Atlanta (Hotelfoto)
  Die Aussicht aus unserem Zimmer war grandios!


  Blick aus dem Fenster Downtown Atlanta Häuserschluchten
  Wir hielten uns nur kurz im Zimmer auf und machten uns sogleich auf den Weg nach Downtown in die Peachtree Street. In wenigen Minuten erreichten wir das Peachtree Center. Hier wußten wir von unserem letzten Besuch 1998 noch, das es hier ein Shopping Zentrum mit großer "Fressmeile" gab. Und das hatte sich auch nicht geändert! Im Peachtree Center gab es jede Menge kleine Gerichte und Snacks. Es wimmelte nur so von Leuten, denn es war Mittagszeit und aus den angrenzenden Büro-Hochhäusern kamen viele Angestellte zum Lunch hier her.

  Nach dieser Stärkung liefen wir die Peachtree Street weiter entlang. Vor dem "Hyatt Regency", ein großes Hotel mit architektonisch interessantem Innenhof, fuhr gerade eine extralange Limousine ab.
  griechische Säulen
an der Peachtree Street
  eine extralange Limousine
vor dem Hyatt Regency
  Unser nächste Anlaufstelle war der Underground von Atlanta.
In diesem alten Bahnhof waren viele nette kleine Geschäfte und Lokale untergebracht.
Es gab hier sogar ein "Cafe du Monde", wie in New Orleans, mit den gleichen Beignets...


    schmales Hochhaus Eingang zum Underground
  Wir bummelten eine Weile herum und suchten Mitbringsel, denn am nächsten Tag ging ja unser Heimflug.

  alte Coca Cola Reklame
im Underground
vor dem Underground mit Blick auf die goldene Kuppel des Georgia State Capitol Eingang von der anderen Seite
  Am anderen Ende des Undergrounds befand sich ein großer Platz, und sogleich auch der Eingang zur
World of Coca Cola. Dies ist ein großes Museum, das die Firmengeschichte von Coca Cola auf mehreren Etagen mit Bildern und Filmen erzählt. Natürlich kann man auch viele verschiedene Coca Cola Getränke probieren. Wir gingen nur kurz in den Souvenirladen, denn wir hatten schon beim letzten Aufenthalt hier eine Führung mitgemacht.
Wir setzten unseren Rundgang fort und spazierten Richtung CNN-Gebäude und Centennial Park. An jeder Straßenkreuzung hatten wir einen anderen beeindruckenden Blick auf die Hochhäuser von Downtown.

 
  Blick auf das Hyatt Regency der Westinn Tower Skyline Downtown
  Im CNN-Gebäude wuselte es wie immer vor Menschen. Alle Führungen waren bereits ausgebucht. Wir kauften uns deshalb nur einen Kaffee und setzten uns dann in den Centennial-Park.
Es war zwar warm, aber immer wieder zogen rabenschwarze Wolken in schnellem Tempo um Atlanta herum.
  das CNN-Gebäude Wasserspiele im Centennial-Park
  Wir beobachteten die Wasserspiele, die hier stündlich aufgeführt wurden. Eine Gruppe Jugendlicher machte sich einen Mordsspaß daraus, sich von den Fontänen naß spritzen zu lassen! Sie waren hinterher klitschnaß...
  hohe Fontänen mit Musikbegleitung dunkle Wolken über Atlanta
  Wir machten uns langsam auf den Weg zurück ins Hotel. Der Centennial-Park war nun fertig angelegt und wir liefen entlang des künstlichen Baches den Berg hinunter.
Im Park waren viele Pavillons aufgestellt. Hier mußte am Wochenende ein Fest stattfinden. Aber wir sahen nirgends ein Hinweis-Schild auf die Art der Veranstaltung.
Das sollten wir erst am nächsten Tag erfahren...
Die dunklen Wolken hatten sich wieder verzogen und wir waren in wenigen Minuten im Hotel.

      noch leere Pavillons im Park
 
  künstlicher Bach der Westinn Tower ist immer sichtbar Jenny hüpft von Fels zu Fels...
  Jenny und ich beschlossen noch einmal in die Einkaufspassage zu gehen um nach geeigneten Mitbringseln zu schauen, außerdem fehlten Jenny immernoch ein paar Postkarten. Aber wir wurden sehr enttäuscht! Es war kurz nach 18 Uhr und die Geschäfte im Peachtree-Center hatten schon zu! Damit hatten wir nicht gerechnet! Deshalb wollten wir zu Macy's auf der anderen Straßenseite. Aber auch hier wurden wir enttäuscht, denn dieses Geschäft gab es überhaupt nicht mehr. Es stand leer! Hier hatten wir bei unserem letzten Aufenthalt einige Anziehsachen gekauft.
Da sich der Himmel auf einmal wieder bedrohlich verdunkelte machten wir uns rasch auf den Weg zurück ins Hotel. Ungefähr 10 m vor dem Eingang kam plötzlich eine starke Windbö und wir liefen erschrocken ins Hotel. Es schepperte laut... ein großer Tonkrug vor dem Eingang war umgeworfen worden.
Im Zimmer angekommen schalteten wir den Fernseher ein. Atlanta war bereits in den Nachrichten! Ein Tornado zog um die Stadt... und es war noch nicht bekannt, wo er seine ganze Wucht entfalten sollte. "Hoffentlich nicht über dem Flughafen", dachte ich, denn am nächsten Tag sollte doch unser Heimflug sein.

Das Wetter beruhigte sich wieder etwas und wir suchten unsere Regenschirme heraus und machten uns wieder auf den Weg in die Peachtree Street, um uns ein Lokal für das Abendessen zu suchen. Ein italienisches Restaurant hatten wir hier auch in guter Erinnerung, aber auch dieses gab es nicht mehr!

Dafür war am gleichen Ort ein "Durango Steakhouse". Auch hier waren die Fernsehgeräte eingeschaltet und wir sahen, das der Tornada südlich von Atlanta für ein Verkehrschaos gesorgt hatte. Ein 6-spuriger Highway war durch einen Hagelschauer total gesperrt. Es mußten erst Räumfahrzeuge kommen und die Hagelkörner wegschieben. Wir aßen zum letzten Mal "amerikanisch". Ich hatte "Baby Back Ribs", die waren super! Auch Richys Steak war bestens!

Wir brauchten unsere Schirme auch auf dem Heimweg nicht. Hier in Downtown war alles wieder ruhig. Kein Wind, kein Regen und erst recht kein Hagel. Aber die Tornados sind ja dafür bekannt, das sie nur örtlich großen Schaden anrichten können.
Richy und ich statteten der Hotel-Bar noch einen Besuch ab. Hier begrüßte uns ein besonders freundlicher Barkeeper. Er nannte uns gleich seinen Vornamen und fragte auch nach unseren. Nachdem wir diese genannt hatten, stellte er uns gleich ALLEN anderen Leuten in der Bar vor! Sowas hatten wir auch noch nie erlebt...
Bei jedem neuen Gast, ging das Spiel wieder von vorne los. Echt crazy!

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