23.04.2003   Columbus - Georgia
  Wir machten uns morgens zeitig auf den Weg. Ein letzter Blick auf den schönen Strand und los gings.. immer Richtung Norden. Unser nächstes Ziel war Columbus in Georgia, hier wollten wir am frühen Nachmittag sein und dann übernachten.
Die Fahrt verlief sehr gut, es war wenig Verkehr und wir kamen meilenweit an Äckern und Wiesen vorbei. Mir gefielen besonders die typisch amerikanischen Farm-Häuschen, mit der Veranda vor der Haustür und dem obligatorischen Schaukelstuhl. Sie erinnerten mich an die Lassie-Filmen aus meinen Kindertagen. Bei manchen Häusern schien die Zeit wirklich stehen geblieben zu sein und ich hielt direkt Ausschau nach Lassie oder Fury...
 
Wir überquerten die Grenze von Florida und waren nun in Alabama. Erst kurz vor Columbus sollten wir wieder über eine Staatsgrenze fahren, die nach Georgia.

Bei einem Indianer-Shop hielten wir unterwegs an um uns frisch zu machen und nach kleinen Mitbringseln zu schauen. Es war ein recht großer Laden. Jenny kaufte einige Postkarten und dann machten wir uns wieder auf den Weg.

      Indianershop
  Am Nachmittag erreichten wir Columbus. Immer wieder hatten wir am Straßenrand Hinweisschilder auf ein Radrennen gesehen. Kaum waren wir in der Stadt angelangt, standen wir in einem großen Stau. Der Highway war komplett wegen des Rennens gesperrt!
Nach längerer Wartezeit bogen wir, wie viele andere auch, nach links in die kleineren Straßen ab. Wir hatten keinen Stadtplan und auch keine Ahnung wie wir uns hier zurecht finden sollten. Immer wieder tauchte das Schild "Visitors Information" auf. Aber leider fanden wir dieses Büro auch nach mehrfachem Umkreisen nicht! An einer Tankstelle fragten wir mal nach und wurden dann prompt zu einem Büro für Reservisten geschickt! Aber wir waren damit endlich aus dem Stau draußen und entdeckten doch tatsächlich ein Days Inn Schild in der Ferne.
Wir hielten sogleich an, um nach einem Zimmer zu fragen und vor allem um einen Stadtplan zu bekommen. Wir hatten Glück und bekamen beides. Dieses Days Inn machte allerdings einen etwas runtergekommen Eindruck, aber wir wollten ja eh nur eine Nacht bleiben!

Eigentlich wollten wir uns noch am Abend diese Stadt ansehen, die recht nett an dem Fluß "Chattahoochee" lag und dort einen Riverwalk hatte. Aber leider fing es an diesem Abend an recht heftig zu regnen. So fuhren wir nur, jetzt mit einem Stadtplan ausgestattet, durch die historischen Viertel und durch die Innenstadt.

Nach einem ausgiebigen Abendessen in einem chinesischen Restaurant, fuhren wir in unser Motel zurück. Wir hatten am Nachmittag 2 Billardtische in einem Nebenraum entdeckt und wollten hier nun etwas spielen. Mehrere Jugendliche gesellten sich zu uns, und wir kamen bald ins Gespräch mit ihnen. Besonders Ben, ein 19jähriger aus New Orleans verwickelte uns in eine lebhafte Diskussion, hauptsächlich über den Irak-Krieg. Er war sehr überzeugt davon das nur die USA die einzig wahre Weltmacht wäre... Von Europa oder gar Deutschland hatte er fast keine Ahnung!
 
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